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Heiße Nacht in Kolumbien kostet Obamas Bodyguards den Job

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Heiße Nacht in Kolumbien kostet Obamas Bodyguards den Job

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Im Prostitutionsskandal um elf Leibwächter von Präsident Obama rollen die ersten Köpfe: Einer wurde gefeuert, einer ging in Ruhestand, ein dritter kündigte. Die übrigen sind vom Dienst suspendiert. Zehn Militärs sind ebenfalls im Visier.

Die Männer, ein Vorauskommando vor der Präsidentenvisite, sollen vor dem Amerikagipfel am vergangenenen Wochenende in Cartagena nach einem Trinkgelage Prostitutierte mit aufs Hotelzimmer genommen haben.

Der Skandal kam ans Licht, als einer der Männer im Hotel Caribe seiner Gespielin nicht den geforderten Preis zahlen wollte, es zum handfesten Krach kam und die Polizei sich einschaltete.

Die Sache sei ausgesprochen peinlich, und die Ermittlungen sowohl im Verteidigungsministerium als auch beim Geheimdienst gingen weiter. Er hoffe, dass sie die Sache bis ins letzte Detail aufklärten, so der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, John Boehner.

Immerhin vier Kongressausschüsse befassen sich mit der Affäre. Man dulde solch Fehlverhalten nicht, hieß es übereinstimmend bei den Politikern. Schon fragen sich manche Abgeordnete, ob die Prostituierten Wanzen platzierten und ob sie von Hintermännern gesteuert wurden – und ob der Skandal sich noch auf weitere Geheimdienstler und Militärs ausweitet.