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Holocaust-Gedenktag: Israel steht zwei Minuten still

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Holocaust-Gedenktag: Israel steht zwei Minuten still

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Mit Sirenengeheul und landesweitem Innehalten um zehn Uhr morgens haben die Israelis der etwa sechs Millionen ermordeten Juden des Holocaust gedacht. Regierungschef Netanjahu, Staatspräsident Peres und Überlebende legten bei einer Zeremonie an der Gedenkstätte Yad Vashem Kränze nieder. Netanjahu hatte zuvor erneut vor einer atomaren Bedrohung durch den Iran gewarnt.

Etwa 200.000 Überlebende des Holocaust leben heute noch in Israel.

An den Feierlichkeiten nahm in diesem Jahr erstmals auch eine Delegation der europäischen Sinti und Roma teil. Schätzungen zufolge fiel bis zu eine halbe Million Sinti und Roma der Vernichtung durch die Nazis zum Opfer.

Auch vor der deutschen Botschaft in Tel Aviv gedachten Demonstranten der Holocaust-Opfer und protestierten zugleich gegen den deutschen Schriftsteller Günter Grass und sein israelkritisches Gedicht.

Der seit den fünfziger Jahren begangene Gedenktag in Israel fällt in diesem Jahr auf den 19. April. In Deutschland ist der 27. Januar nationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.