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Prostatakrebs ist die häufigste Tumorart bei Männern. Doch auch wenn er früh erkannt wird, kann es bei der Behandlung zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen. Eine neue Therapieform soll das Risiko für Impotenz und andere Folgen verringern.
Forscher des Medical Research Council und dem University College Krankenhaus London testeten die Heilungschancen von Prostatakrebs durch Ultraschall. Im Frühstadium konnte durch diese Therapieform das erkrankte Gewebe noch gezielter behandelt werden. Schädigungen der benachbarten Nerven und Muskeln traten bei den Tests an 41 Männern deutlich seltener auf. Daher blieben neun von zehn Probanden von Impotenz und Inkontinenz verschont.

Professor Mark Emberton, Direktor am Institut für Urologie am University College London Hospital:
“Ich halte das für eine große Revolution bei der Behandlung von Prostatakrebs. Es ist wie der Übergang von Brustamputationen zu brusterhaltenden Operationen. Die Technik wird immer besser und der Einsatz der Mittel immer präziser.”

Andere Therapien haben oft drastische Nebenwirkungen. Viele Betroffene fürchten sich deshalb vor einem operativen Eingriff. Beim Ultraschall gibt es dagegen keine Einschnitte, und die Patienten können das Krankenhaus am selben Tag wieder verlassen.

Richard Williams hat sich der Prozedur unterzogen. Die zwei erbsengroßen Tumore in seiner Prostata sind verschwunden. Unter Inkontinenz oder Impotenz leidet er nicht.

Richard Williams:
“Das war das Einfachste überhaupt. Viel weniger lästig als eine Zahnfüllung. Ich habe überhaupt nichts gespürt.”

Die Untersuchungen sollen nach diesen Erfolgen fortgesetzt werden. Wann die Therapie jedoch eingesetzt werden kann, steht noch nicht fest.
In Deutschland erkranken jährlich rund 58.000 Männer an Prostatakrebs.

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