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Versöhnliche Töne zum 10.Jahrestag des NATO-Russland-Rates

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Versöhnliche Töne zum 10.Jahrestag des NATO-Russland-Rates

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In Brüssel hat der NATO-Russland-Rat den 10.Jahrestag seines Bestehens gefeiert.

Beide Seiten betonten ihre Gemeinsamkeiten mehr als die Differenzen, wie etwa bei der Frage der Raketenabwehrsysteme in Europa.

Großbritanniens Außenminister William Hague sagte, man habe Russland aufgefordert, sich für Frieden in Syrien einzusetzen.

Auf der Tagesordnung stand auch das Vorhaben, zum ersten Mal NATO-Logistik auf russischem Boden zu stationieren.

Standort dafür soll die Wolga-Stadt Ulyanovsk sein, der Geburtsort Lenins.

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erklärte, beide Seiten hätten in der Frage Einigung erzielt und man werde die Truppen in Afghanistan von dort aus beliefern.

In Russland selbst stößt der Plan bei Nationalisten und Kommunisten auf Widerstand, die es als Provokation ansehen, dass der ehemalige Feind aus der Zeit des Kalten Krieges Waffen durch Russland transportieren will.

Moskau betont jedoch, dass in Uljanovsk nur ziviles Gerät stationiert werden soll.

Russlands Außenminister Sergej Lavrov bezeichnete das Vorhaben als Ausdruck der guten Zusammenarbeit zwischen der NATO und Russland.

Weitere Gesprächspunkte bei dem Treffen des Kooperationsrates waren ferner der Kampf gegen Terrorismus, Drogenhandel und Piraterie.