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Griechenland-Krise trifft auch die Kirche

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Griechenland-Krise trifft auch die Kirche

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Die Schuldenkrise in Griechenland macht auch den dortigen Kirchen schwer zu schaffen. Mehr als 10 000 Geistliche erhalten ihr Gehalt vom Staat, der dafür rund 190 Millionen Euro im Jahr ausgibt. Jetzt muss dieser Staat aber sparen und das heißt: weniger Gehalt für die Priester und nur eine Neueinstellung auf zehn Geistliche, die gehen. In der Folge sind viele Kirchengemeinden verwaist.

Der Priester Ignatius von der Sankt Georgs Kirche in Athen sagt: “Der Staat kann uns nicht helfen. Er hat uns früher ein wenig geholfen, aber auch nur minimal. Jetzt machen wir alles selbst. Viele helfen uns: Die Gemeinde, die Menschen, Freiwillige und Spender.”

Dass die Kirchen geheime Reichtümer gehortet hätten, sei ein Gerücht, so der Priester weiter. Statt dessen würden nun unter anderem Ausgaben für Wohltätigkeiten gestrichen, auch die Sanierung von maroden Kirchen werde zurückgestellt. Laut einem 60 Jahre alten Vertrag übernimmt der griechische Staat die Bezahlung der Priester und erhält im Gegenzug Zugang zu kirchlichen Gütern.