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Neue Protestwelle in Italiens Hauptstadt

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Neue Protestwelle in Italiens Hauptstadt

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Demonstrationen und Streiks haben in Rom den öffentlichen Verkehr lahm gelegt. Mit der 24-stündigen Arbeitsniederlegung protestieren Bus- und U-Bahn-Mitarbeiter gegen die Reformen der Regierung. Gleichzeitig zogen Anhänger der größten Gewerkschaft mit einem Protestmarsch durch die Straßen der Hauptstadt.

Die Generalsekretärin der Gewerkschaft CGIL Susanna Camusso zeigte sich kämpferisch: “Wir machen weiter bis sie einsehen, dass die Reformen keinen einzigen Arbeitsplatz schaffen. Natürlich ist uns klar, dass etwas bei den Zeitverträgen passieren muss, weil die Lage schlechter geworden ist.”

Die Solidarität mit den Streikenden nimmt ab, denn zu Arbeitsniederlegungen kommt es mittlerweile jeden Monat. Da diesmal vier Gewerkschaften zum Streik aufgerufen haben, wird mit besonders großen Verspätungen gerechnet.

Die Pendlerin Licia Casole findet den Streik nicht richtig. In einer Stadt wie Rom gebe es keine Alternativen.

Bei Regierungschef Mario Montis ungeliebten Sparmaßnahmen sind es vor allem die Arbeitsmarktreformen und da die Lockerung des Kündigungsschutzes, die ihm bei den Italienern weitere Sympathiepunkte kosten.