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Kein Sieger im Rechtsstreit Gema gegen Youtube

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Kein Sieger im Rechtsstreit Gema gegen Youtube

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Folgende Meldung haben deutsche Youtube-Nutzer in letzter Zeit oft gelesen: “Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar.” Der Grund ist ein Rechtsstreit zwischen Youtube und der GEMA.

Und der wurde jetzt entschieden. Allerdings ist nicht klar, zu wessen Gunsten. Das Hamburger Landgericht verpflichtete YouTube zur strengeren Kontrolle hochgeladener Musiktitel, das Videoportal bleibt aber entgegen der Forderung der Gema nicht haftbar. Die sieht das trotzdem als Etappensieg: “Wir werten das als sehr wichtigen Erfolg, dass Youtube dazu verpflichtet ist, Maßnahmen zu ergreifen um künftig bekannte Rechteverletzungen an Musikwerken aus dem GEMA-Repertoire zu vermeiden. Youtube muss beispielsweise Content-ID selbst aktivieren. Youtube muss einen Wortfilter einsetzen,” sagte Gema-Sprechiern Kerstin Decker nach dem Urteilsspruch.

Im Klartext heißt das: Youtube muss alle neuen Uploads scannen und prüfen, ist aber erst dann verantwortlich für Rechteverletzungen, wenn jemand auf den konkreten Fall hinweist. Für das Videoportal bedeutet das Urteil trotzdem erhebliche Mehrkosten.