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Sudan: Al-Bashir lehnt Einigung über Export ab

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Sudan: Al-Bashir lehnt Einigung über Export ab

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Der Streit zwischen dem Sudan und Südsudan um Gebietsrechte und Ölpipelines schaukelt sich wieder hoch.
Sudans Präsident Omar Hassan al-Bashir ließ nun bei einer öffentlichen Kundgebung am Freitag in der Hauptstadt Khartum verlauten, die Ölleitungen des Landes für den Export des Südsudans nicht wieder zu öffnen.
Auch die Einigung durch Zahlung von Gebühren lehnt al-Baschir ab:

“Das Öl des Südsudans darf nicht durch unser Land exportiert werden, auch wenn sie eine 50-50 Einigung akzeptieren, wie sie vor der Trennung bestand.”

Nur wenige Stunden zuvor hatte der Südsudan erklärt, er werde seine Truppen aus dem Grenzgebiet um die Stadt Heglig zurückziehen, nachdem es die erdölreiche Region mehr als eine Woche besetzt hat.

Seit der Abspaltung des Südsudans im vergangenen Jahr eskaliert immer wieder der Streit, wieviel Geld der Südsudan dem Norden zahlen muss, damit sein Öl durch dessen Gebiet transportiert werden darf.

Die Ölfelder liegen in Süd-Kordufan und sind damit formal Territorium des Nordens. Der Uno-Sicherheitsrat forderte deshalb den Rückzug der Südarmee.