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Wahlen in Frankreich: Ruhe vor dem Sturm

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Wahlen in Frankreich: Ruhe vor dem Sturm

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In Frankreich steht der große Wahlsonntag bevor. Weil es einen Tag vor der Abstimmunng verboten ist, für die Kandidaten zu werben, haben die Franzosen heute in Ruhe Zeit eine endgültige Entscheidung zu treffen.
 
Laut dem Meinungsforschungsinstitut Ipsos soll es in der ersten Runde ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen François Hollande mit 29 Prozent der Stimmen und Nicolas Sarkozy mit 25,5 Prozent der Stimmen werden. Viele Franzosen haben ihre Wahl seit langem getroffen – ganz unabhängig vom Wahlkampf:
 
“Ich muss zugeben, ich habe das alles nicht verfolgt, weil sich die Kandidaten gegenseitig attackieren und daran bin ich nicht interessiert. Ich weiß seit Anfang an wen ich wähle, also muss ich weder dem einem noch dem anderen zuhören”, sagt eine Frau in Paris.
Ein junger Mann dazu: “Ich weiß es wirklich nicht. Meine Stimme wird sowieso nichts ändern. Ich arbeite viel, es ist nicht einfach. Aber es wird sich nichts ändern, wer immer gewinnt.”
 
“Ich weiß, wen ich morgen wählen werde. Ich fand den Wahlkampf nicht informativ genug, die wichtigen Punkte wurden nicht angesprochen. Meistens blieb alles ziemlich vage. Statt dessen haben sie sich kindische Argumente an den Kopf geworfen.“ 
 
Auch das Rennen um den symbolisch wichtigen dritten Platz wird diesmal laut den Umfragen knapp ausfallen: Jean-Luc Mélenchon von der Linksfront und die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen von der Front National liegen mit rund 14 Prozent etwa gleichauf.