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Präsidentenwahl in Frankreich: Hollande siegt

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Präsidentenwahl in Frankreich: Hollande siegt

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Wie erwartet hat Francois Hollande nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahl den amtierenden Präsident Nicolas Sarkozy hinter sich gelassen.

In einer ersten Stellungnahme am Wahlabend sagte der 57-jährige Sozialist im zentralfranzösischen Tulle:
“Das ist die Rechnung für die vergangenen fünf Jahre. Die Wähler haben den scheidenden Kandidaten abgestraft, der mit seinen Reden der vergangenen Monate der extremen Rechten in die Hände gespielt hat. Wir müssen den Fakten heute Abend ins Gesicht schauen. Die rechtsextreme Front National war niemals so stark in einer Präsidentschaftswahl, nicht einmal 2002, als sie in die Stichwahl kam.
Heute abend werde ich durch das Votum der Franzosen der Kandidat all der Kräfte, die ein Kapitel schließen und ein neues aufschlagen möchten. Ich bin der Kandidat des Wandels. Damit er möglich wird, müssen sich so viele Menschen wie möglich vereinen. Und das beginnt bei den Linken und den Grünen, deren Vertreter ich ab heute bin.
Ich bin aber auch der Kandidat all der Bürger, die sich einer endlich beispielhaften Republik verpflichtet fühlen, die sich um einen unparteiischen Staat sorgen, ich bin Kandidat aller Franzosen, die wollen, dass das Gemeinwohl über allen Privilegien steht.
Und da ich weiß, dass man mich auch im Ausland beobachtet: Ich will Europa auf einen Weg des Wachstums und der Arbeit bringen.
Am 6. Mai will ich einen Sieg, einen schönen Sieg, der so groß ist wie Frankreich, wie seine Geschichte und seine Zukunft.”

Hollande ist unter anderem mit dem Versprechen angetreten, Millionäre mit 75 Prozent zu besteuern und das Renteneintrittsalter wieder auf 60 Jahre zu senken. Sarkozy hatte es auf 62 Jahre erhöht. Außerdem will Hollande bis 2017 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Gegner halten seine Versprechen für unrealistisch.