Eilmeldung

Eilmeldung

Präsidentenwahl in Frankreich: Ein zweiter Francois im Elysee-Palast?

Sie lesen gerade:

Präsidentenwahl in Frankreich: Ein zweiter Francois im Elysee-Palast?

Schriftgrösse Aa Aa

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy ist mit dem Slogan “Ein starkes Frankreich” in den Wahlkampf gezogen. Er hat jetzt aber eine erste Niederlage gegen seinen sozialistischen Kontrahenten Francois Hollande erlitten.
 
Sarkozy sprach von einer historischen Entscheidung. Er gibt sich nicht geschlagen und rief alle Franzosen, die ihre Heimat lieben, dazu auf, für ihn zu stimmen. Sie müssten entscheiden, wer sie in Zukunft beschützen solle. Sarkozy schlug auch vor, drei Debatten zu veranstalten, damit er und Hollande den Franzosen ihr Programm und ihre Ideen unterbreiten könnten.
 
Wer von den beiden, Hollande oder Sarkozy, in den Elysee-Palast einziehen wird, entscheidet sich am 6. Mai. Hollande geht mit einem Vorsprung ins Rennen. Zudem haben der Linkskandidat Jean-Luc Melenchon und die Kandidatin der Grünen Eva Joly bereits ihre Wähler dazu aufgerufen, in der zweiten Runde für Hollande zu stimmen.
 
Unklar ist allerdings, wie sich die Wähler von Marine Le Pen verhalten. Die rechtsextreme Front National hat in der ersten Runde so viele Stimmen bekommen wie nie zuvor.
 
Beobachtern zufolge deutet alles darauf hin, dass Hollande den Amtsinhaber Sarkozy in der Stichwahl in zwei Wochen schlagen kann.
 
Sarkozy gilt in Umfragen als “unbeliebtester Präsident” in der Geschichte der 1958 gegründeten fünften Republik. Er hat bereits angekündigt, falls er nicht wiedergewählt werde, wolle er der Politik den Rücken kehren und Geld verdienen.
 
Sollte Hollande sich am 6. Mai durchsetzen, wäre er der zweite sozialistische Präsident Frankreichs nach François Mitterrand.