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Bahrain: Getöteter Aktivist darf erst nach Grand Prix beerdigt werden

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Bahrain: Getöteter Aktivist darf erst nach Grand Prix beerdigt werden

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In Bahrain haben gewaltsame Proteste den Formel-1-Grand-Prix überschattet. Regierungsgegner demonstrierten gegen Sicherheitskräfte, die sie für den Tod eines Aktivisten bei einer Kundgebung am Freitag verantwortlich machen.
Die Regierung bestätigte unterdessen den Fund einer Leiche, gab den Toten aber nicht an dessen Angehörige heraus.
Kein Zufall, wie Hadi al Mousawi, Sprecher einer oppositionellen
Menschenrechtsorganisation, erklärte: “Sie wollten die Leiche heute nicht
übergeben, denn dann wären zwei Ereignisse aufeinander getroffen: Die Formel 1 – und das Begräbnis des Toten. Und das Begräbnis hätte die internationale Aufmerksamkeit auf sich gelenkt.”
Bei dem Getöteten handelt es sich Oppositionellen zufolge um einen prominenten Aktivisten von der Bewegung des 14. Februar, die die Proteste der Schiiten gegen das sunnitische Königshaus anführt.
Die Regierung erklärte, man habe Ermittlungen eingeleitet.