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Frankreich vor dem nächsten Wahlkampf

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Frankreich vor dem nächsten Wahlkampf

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Für den zweiten Wahldurchgang müssen sich viele Franzosen nun wieder neu orientieren. Manches kam wie erwartet, anderes war überraschend.

“Ich bin überrascht, dass die extreme Rechte so gut war – und auch, dass die Sozialisten so viel hatten”,
sagt eine Amerikanerin, die schon lange hier lebt.
“In der jetzigen Lage müsste es doch darum gehen, den Richtigen auszusuchen und wie es mit Europa
weitergeht.”

“Hollande hatte ja etwas weniger als in den Umfragen”, meint ein Franzose. “Man muss die Stichwahl abwarten. Und wir warten schon auf die Fernsehdebatte.”

Auch die berufsmäßigen Beobachter halten sich zwischen den beiden Wahlrunden zurück: Es sehe zwar so aus, aber es müsse für Sarkozy noch nicht vorbei sein, meint Christopher Dickey, ein amerikanischer Journalist. Sarkozy sei ein toller Kämpfer. Sein Gegner sei eigentlich nicht Hollande, sondern der Überdruss, den die Franzosen bei seinem Anblick hätten.

In der Fernsehdebatte werde Hollande Sarkozy sehr gefährlich werden, sagt er weiter. Er werde viel schärfer und besser in den Einzelheiten sein, als es Sarkozy erwarte.

Sarkozy verlangt von Hollande jetzt drei sogar Fernsehduelle: Üblich ist aber zwischen erstem und zweitem Wahldurchgang nur eines – und mehr will sein Gegner auch nicht haben.