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Reaktionen nach erster Wahlrunde aus Paris

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Reaktionen nach erster Wahlrunde aus Paris

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Jubel bei den Sozialisten, Entsetzen über den Erfolg der Rechtsextremen – nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen ist die Stimmung in Frankreich aufgeheizt.
Euronews hat in Paris Reaktionen auf das Wahlerergebnis gesammelt – zunächst in der Wahlkampfzentrale der siegesbewussten Sozialisten:

Najat Vallaud-Belkacem, Sprecherin von François Hollande:
“François Hollande ist es gelungen, 28,5 Prozent der Stimmen für sich zu gewinnen. Ich glaube, das ist das beste Ergebnis, das die Linken je erzielt haben, wenn man mal von den 88 Prozent für François Mitterand absieht. Das zeigt, wie sehr die Franzosen Hollande vetrauen.”

Etwas getrübter die Laune im Lager des amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy, der hinter Hollande landete.
Wie stehen die Chancen des konservativen Kandidaten in der Stichwahl am 6. Mai? Welche Wähler wird er überzeugen können?

Eine UMP-Wählerin sagt:
“Ich denke, dass die Leute, die jetzt Front National gewählt haben, im zweiten Durchgang eher für Sarkozy als für Hollande stimmen werden.”

Und wie erklären die Anhänger von Marine le Pen den überraschenden Erfolg der rechtsextremen Kandidatin und Tochter des Front-National-Gründers Jean Marie Le Pen?

Eine Reaktion aus der Wahlkampfzentrale der Front National:
“Marine le Pen ist erst seit eineinhalb Jahren an der Spitze der Front National. Doch sie überzeugt, denn sie vertritt unsere Ideen. In ihrer Kampagne ging es um Inhalte, während sich andere Kandidaten vor allem gegenseitig die Augen auskratzten.”

Die Franzosen haben mit der Wahl die Weichen für ein Duell Sarkozy-Hollande gestellt. Ein Machtwechsel ist für die Linken in greifbare Nähe gerückt.

Euronews Reporter Olivier Peguy aus Paris:
“Die Sozialisten haben heute einen wichtigen Sieg errungen – aber sie dürfen jetzt nicht locker lassen. In den nächsten zwei Wochen werden sie alles daran setzen, die linken Wähler auf ihre Seite zu ziehen. Und sie müssen auch jene Bürger
überzeugen, die sich im ersten Wahlgang enthalten haben.”