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Sarkozy und Rutte stürzen Börsen in Unsicherheit

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Sarkozy und Rutte stürzen Börsen in Unsicherheit

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Der Ausgang der Wahlen in Frankreich hat die europäischen Börsen am Tag danach in tiefe Unsicherheit gestürzt. Dabei war es weniger die Angst vor einem Sieg des Sozialisten François Hollande in zwei Wochen. Vielmehr dominiert die Befürchtung, das europäische Krisentandem Merkel-Sarkozy könnte eine Antriebsquelle verlieren.

Ebenso beunruhigt sehen Börsianer das Erstarken der politischen Extreme links, aber vor allem rechts.
Für einen ausländischen Investor sei die Radikalisierung der französischen Politik ein Grund zur Nervosität, meint François Chaulet von Montségur Finance. Bei 19 Prozent für die Front National stelle sich die Frage, ob die Regierung noch den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft garantieren könne.

Aber es waren heute nicht nur die Entwicklungen in Frankreich, die den Börsen zusetzten. Da war vor allem das Aus der Regierung in den Niederlanden, immerhin ein wichtiger Beitragzahler in die verschiedenen Euro-Rettungstöpfe.

Dazu kamen enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland, Frankreich und China. Am Ende schloss Frankfurt mit minus dreieinhalb Prozent und Zürich mit minus 2,2 Prozent.