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Portugal: Revolutionsfeier ohne Revolutionäre

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Portugal: Revolutionsfeier ohne Revolutionäre

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Einmal mehr beging Portugal an diesem 25. April den Tag der Freiheit, im Gedenken an die Nelkenrevolution von 1974. Staatspräsident Anibal Cavaco Silva hielt im Parlament eine Rede, doch so richtige Feierlaune kam vielfach nicht auf. Zu schwer wiegt die Last von Schulden und Sparpaket auf dem krisengeschüttelten Land. Aus Protest blieben nun zum ersten Mal viele der Militärs, die damals die faschistische Diktatur beendeten, den offiziellen Feiern fern. Sie trafen sich zu einer eigenen Gedenkveranstaltung.

Der General Pezarat Correia sagte: “Portugal braucht keine weitere Revolution. Es ist lediglich nötig für Portugal, dass die sozialen Systeme, die 1974 durch die Revolution entstanden sind, respektiert werden. Mehr nicht.”

In einer Mitteilung beklagen die Militärs, dass die aktuelle Regierung den Geist der Revolution nicht mehr vertrete. Damit stehen die Soldaten nicht alleine da, auch der ehemalige Premierminister und Präsident des Landes, Mario Soares, blieb den Feiern fern. Soares gilt als einer der Väter des demokratischen Portugal, außerdem machte er das land zum Mitglied der EG.