Eilmeldung

Eilmeldung

Gewalt in Syrien geht weiter - Opposition und Regierung beschuldigen sich gegenseitig

Sie lesen gerade:

Gewalt in Syrien geht weiter - Opposition und Regierung beschuldigen sich gegenseitig

Schriftgrösse Aa Aa

In Syrien geht die Gewalt trotz der seit zwei Wochen geltenden Waffenruhe weiter. Nach einer Explosion in einem Haus in Hama beschuldigte die staatliche Nachrichtenagentur Sana vermeintliche “Terroristen”, sie hätten dort eine “Bombenwerkstatt” gehabt, ein Sprengsatz sei versehentlich detoniert und habe 16 Menschen getötet.

Die Opposition berichtete, allein am Mittwoch seien landesweit mehr als 100 Menschen getötet worden, in Hama seien erneut Raketen eingeschlagen. Die Vereinten Nationen sendeten zwei der derzeit 15 Beobachter in Syrien in die Region. Weitere 100 der vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen 300-Mann-Beobachtermission sollen nach Angaben von Diplomaten frühestens in vier Wochen vor Ort eintreffen.

In Kairo kamen Vertreter des oppositionellen Syrischen Nationalrates mit dem Vorsitzenden der Arabischen Liga, Nabil Elaraby, zusammen. Eine in Saudi-Arabien ansässige Exilgruppe sprach dem Nationalrat indes jegliche Legitimität ab. Beobachter befürchten, Syrien könne langfristig in einem Konflikt zwischen Religions- und Interessengruppen versinken.

Der Syrische Nationalrat forderte den
Sicherheitsrat auf, Konsequenzen aus den jüngsten Verletzungen der Waffenruhe zu
ziehen und eine Resolution zum Schutz der Zivilisten in Syrien zu verabschieden.