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Streit über Direkthilfen für Landwirte

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Streit über Direkthilfen für Landwirte

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Die Europäische Union ringt um die Agrarfinanzierung. Es geht um die Zeit nach 2013, das heißt um die Pläne der EU, Direkthilfen für die Landwirte schrittweise zugunsten des Umweltschutzes umzuschichten. Dieses Vorhaben stößt in einigen Mitgliedsstaaten auf heftigen Widerstand. Und es geht um eine klare Unterscheidung zwischen aktiven Landwirten und Eigentümern landwirtschaftlicher Flächen. “Eigentümer sind im Besitz von Kapitel, sie rechnen mit dem Pachtzins”, sagt der belgische Landwirt Marc Degossely. “Ein wirklicher Landwirt lebt von den Früchten der Erde, sein Einkommen hängt von den Weltmarktpreisen ab.” Bei den Beratungen mit Landwirtschafts-Kommissar Dacian Ciolos in Luxemburg machte sich die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner für ein neues Modell zur Verankerung des Umweltschutzes in der künftigen Agrarfinanzierung stark. “Es geht auch um Golfplätze, Flugplätze oder andere Flächen, es geht selbst um Versicherungsgesellschaften, die über landwirtschaftliche Flächen verfügen, aber keine Landwirtschaft betreiben”, so der italienische Europaabgeordnete Paolo de Castro. Es muss klargestellt werden, wer keine Direkthilfen bekommen darf. Die Mitgliedsstaaten sollten darüber entscheiden.” Die Direktzahlungen an deutsche Landwirte belaufen sich heute auf 5,2 Milliarden Euro pro Jahr. Nach dem Wunsch Brüssels sollen sie bis 2020 auf jährlich knapp 5,2 Milliarden sinken.