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Arbeitslosigkeit in Spanien erreicht Rekordhoch

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Arbeitslosigkeit in Spanien erreicht Rekordhoch

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In Spanien ist die Arbeitslosenqoute im ersten Quartal auf 24,4 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Wert seit 18 Jahren. Der Anstieg ist höher als von Analysten erwartet. Besonders hoch ist die Arbeitslosigkeit in Andalusien (33,1 %) und auf den Kanaren (32,3 %), am niedrigsten im Baskenland (13,6 %) und Navarra (16,3 %).

Insgesamt sind mehr als 5,6 Millionen Spanier ohne Arbeit: “Ich suche und suche. Ich nehme alles, was da ist, aber es gibt nichts. Ich bin Mutter einer Tochter, die studiert. ich sitze fast auf der Straße”, schildert Dumitru Magdalena ihre Lage. “Es sieht schlecht aus. Der Spread steigt und heute haben sie unser Rating herabgesetzt. Es wird immer schlimmer. Die Regierung macht alles noch schlimmer”, klagt der arbeitslose 61-jährige Volkswirt Alberto Lopez.

Die im Februar verordnete Arbeitsmarktreform erleichtert Entlassungen. Davon erhofft sich die Regierung mittelfristig die Schaffung neuer Jobs. An ihrer Politik will die Regierung festhalten: “Die Zahlen veranlassen uns, noch stärker an Reformen zu arbeiten, so dass wir das Defizitziel erreichen und damit die Grundlage für künftiges Wachstum und neue Arbeitsplätze legen”, bekräftigt die stellvertretende Ministerpräsidentin María Soraya Sáenz de Santamaría.

Schlechte Nachrichten kamen auch von der Ratingfront. Standard & Poor’s senkte die Bonität Spaniens gleich um zwei Stufen von “A” auf “BBB+”. S&P begründete die Herabstufung Spaniens damit, dass sich die Haushaltslage angesichts der wirtschaftlichen Probleme verschlechtern dürfte.