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Spanien: Doppelschlag gegen den Euro

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Spanien: Doppelschlag gegen den Euro

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Schlechte Nachrichten für die Euro-Retter aus Spanien. Die Arbeitslosigkeit ist im ersten Quartal auf 24,4 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Wert seit 18 Jahren. Der Anstieg ist höher als von Analysten erwartet. Gleichzeitig senkte die Ratingagentur Standard & Poor’s die Bonität Spaniens gleich um zwei Stufen von “A” auf “BBB+”. Zudem ist der Ausblick negativ.

Standard & Poor’s begründete die Herabstufung Spaniens damit, dass die Arbeitsmarktreform in absehbarer Zeit keine neuen Jobs schafft. Außerdem dürfte sich die Haushaltslage angesichts der wirtschaftlichen Probleme verschlechtern.

Der neue spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy verteidigte seine Sparpolitik: “Die Sparpolitik ist kein Diktat von Angela Merkel. Es ist die Politik der EU, des Euro. Es ist ein Projekt, an dem wir uns beteiligen, weil wir es wollen”, sagte Rajoy.

Die Regierung hatte im Februar per Dekret eine drastische Arbeitsmarktreform verabschiedet. Sie erleichtert Entlassungen. Davon erhofft sich die Regierung mittelfristig die Schaffung neuer Jobs. Die Gewerkschaften sind überzeugt, dass dadurch nur Arbeitsplätze vernichtet werden.