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Guinea-Bissau: Weggeputschte Politiker freigelassen

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Guinea-Bissau: Weggeputschte Politiker freigelassen

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In Guinea-Bissau haben die Putschisten den Interims-Präsidenten und den führenden
Präsidentschaftskandidaten freigelassen. Raimundo Pereira und Carlos Gomes Junior wurden in den Nachbarstaat Elfenbeinküste ausgeflogen.

Zuvor hatte die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) Sanktionen angekündigt und angedroht, Truppen nach Mali und Guinea-Bissau schicken, um dort bei der Wiedereinsetzung ziviler Regierungen zu helfen. In beiden Staaten Westafrikas hatten sich Militärs an die Macht geputscht.

Auslöser in Guinea waren offenbar Gerüchte, die Armee solle verkleinert werden. Laut ECOWAS sollen in Mali und Guinea-Bissau in den kommenden 12 Monaten zivile Präsidenten gewählt werden. In 40 Jahren Unabhängigkeit hat es in Guinea kein Präsident geschafft, sein Mandat regulär zuende zu bringen.

(Bis zu den angekündigten Wahlen soll Oppositionsführer Manuel Serifo Nhamajo eine sogenannte “Übergangsregierung” in dem krisengeschüttelten, bitterarmen Land führen.)

mit Reuters