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Ukraine fahndet weiter nach Attentätern

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Ukraine fahndet weiter nach Attentätern

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Zwei Tage nach der Anschlagsserie in der ukrainischen Stadt Dnjepropetrowsk fahndet die Polizei weiter nach den Verantwortlichen. Es hatte weder Anschlagsdrohungen vor den vier Bombenexplosion gegeben, noch gab es Bekennerschreiben.

Präsident Viktor Janukowitsch besuchte einige der Opfer der Anschläge, aber über deren Hintergrund sagte er nichts neues: “Alle Theorien der Ermittler haben weiter Gültigkeit, aber wir gehen jetzt einigen Versionen des Tathergangs intensiver nach. Einige dieser möglichen Hintergründe sind bereits sehr genau untersucht worden.”

30 Menschen erlitten durch die Bombenexplosionen Verletzungen. Zehn von ihnen sind Kinder. Die meisten Opfer wurden an Armen und Beinen verletzt.

Mit dem Schock werden sie noch einige Zeit leben müssen, so eines der Opfer: “Ich habe Angst, an den Ort zurückzukehren, wo es passiert ist. Ich habe Angst, alles noch einmal zu durchleben. Ich fürchte mich auch davor, mit dem Bus zu fahren. Das geringste Geräusch jagt uns gleich einen Schrecken ein.”

Die Menschen sind äußerlich ruhig, aber ihre Anspannung ist zu spüren, so die Euronews-Korrespondentin Angelina Kariakina: “Ein Gefühl der Verunsicherung und Besorgnis breitet sich in der Stadt aus, in der die Bomben explodiert sind. Bisher haben die Behörden keine Hinweise auf mögliche Hintermänner gegeben. Unterdessen versucht die Regierung so kurz vor der Fußball-EM, Panik in anderen Teilen der Ukraine zu verhindern.”