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Ban, Westerwelle und Ashton zu Besuch in Myanmar

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Ban, Westerwelle und Ashton zu Besuch in Myanmar

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist in Myanmar eingetroffen. Auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle stattet zum Abschluss seiner Südostasien-Reise dem Land einen Besuch ab.

Er ist der erste bundesdeutsche Außenminister, der Myanmar einen Besuch abstattet. Der FDP-Politiker kündigte an, er wolle die Regierung zu weiteren Schritten in Richtung Demokratie ermuntern. Dazu ist am Montag in der Hauptstadt Naypyidaw auch ein Treffen mit Präsident Thein Sein geplant. Westerwelle wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet, die auf Aufträge hofft. Er will auch mit Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi sprechen.

Seit kurzem öffnet sich die Militärdiktatur dem Westen. So konnte die EU in Anwesenheit von Oppositionführerin Aung San Suu Kyi am Samstag eine Vertretung in der Stadt Rangun eröffnen.

Während der Militärdiktatur war das Land viele Jahre international komplett isoliert.
Deutschland und die anderen EU-Staaten hatten vor einer Woche einen Großteil ihrer Sanktionen gegen Myanmar ausgesetzt.

EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sagte, die Regierung Myanmars sei an Investitionen aus EU-Staaten interessiert und auch die EU-Staaten profitierten davon. Ashton erklärte, sie sei sicher, dass die Investitionen nicht lange auf sich warten ließen.

Ashton wird am Sonntag in der Hauptstadt Naypyitaw mit Präsident Thein Sein zusammentreffen. Dabei will sie ihm, wie sie sagte, Anerkennung für die bereits erfolgten Veränderungen aussprechen.

Der Staatschef hat seit seinem Amtsantritt im März 2011 zahlreiche Reformen in die Wege geleitet, um Birma aus der jahrelangen Isolation zu führen.
Neben der Freilassung vieler politischer Gefangener wurde auch eine Politik der Versöhnung mit Minderheiten in die Wege geleitet.