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Sarkozy holt in Umfragen auf

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Sarkozy holt in Umfragen auf

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Eine Woche vor der Stichwahl um die französische Präsidentschaft liegt Amtsinhaber Nicolas Sarkozy weiter deutlich hinter seinem sozialistischen Herausforderer Francois Hollande. Aber der Abstand hat sich laut jüngsten Umfragen verringert — von 12 auf 8 Prozentpunkte.

In den letzten Tages des Wahlkampfs präsentiert sich Sarkozy als Präsident der Einheit: “Es geht nicht darum, wer die rechten Stimmen gewinnt — das ist absurd”, so der Präsident bei einer Wahlkampfveranstaltung in Toulouse. “Es geht nicht darum, wer die linken Stimmen gewinnt — lächerlich. Es geht darum, wer die Franzosen für sich gewinnt, egal auf welcher Seite des politischen Spektrums.”

Rechnerisch kann Sarkozy am kommenden Sonntag jedoch nur gewinnen, wenn er die Stimmen bekommt, die in der ersten Runde an Marine Le Pen von der rechtsextremen Front National gingen. Äußerst siegessicher zeigt sich daher Francois Hollande.

“Ich habe so lange auf euch gewartet”, rief Hollande Anhängern in Paris zu. “Seit Jahren wollen wir Wandel. Wir haben gekämpft. Wir haben gehofft. Und nun ist der Wandel da.”

In der Tat kann für Hollande nicht mehr viel schiefgehen, da sich der Präsident nun auch noch mit dem Vorwurf herumschlagen muss, dass sein erster Wahlkampf vom damaligen libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi finanziell unterstützt wurde.