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Ägypten eröffnet Präsidentschaftswahlkampf

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Ägypten eröffnet Präsidentschaftswahlkampf

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In Ägypten haben die Kandidaten ihren Wahlkampf eröffnet, die die Nachfolge des vor mehr als einem Jahr gestürzten Hosni Mubarak antreten wollen. In gut drei Wochen entscheiden sich die Ägypter für einen von 13 Präsidentschaftskandidaten. Unter ihnen befinden sich Vertreter mehrerer liberaler laizistischer wie auch konservativer islamistischer Partein.

Mohamed Morsi ist der Kandidat der Muslimbruderschaft, die islamisches Recht in Ägypten einführen will: “Ich warte schon lange auf den Tag, von dem an unser Volk gemäß den Gesetzen der Scharia leben wird”, sagte Morsi vor Anhängern in Kairo.

Als aussichtsreichster Kandidat gilt laut jüngsten Umfragen Amr Moussa, ein ehemaliger Außenminister und Ex-Chef der Arabischen Liga. Für ihn würden im Moment mehr als 40 Prozent der Wähler stimmen. Ägypten habe Schaden genommen unter der früheren mangelhaften Regierung, so Moussa, aber er warnte vor Experimenten, die das Land in eine Phase der Verwirrung stürzen könnten.

Die Wahlchancen der Muslimbrüder wurden geschwächt, als eines ihrer früheren Mitglieder, Abdel Moneim Abul Futuh, für die ultrakonservativen Salafisten ins Rennen ging.