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Gewalt in Syrien geht vor UN-Beobachtern weiter

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Gewalt in Syrien geht vor UN-Beobachtern weiter

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In der syrischen Stadt Idlib sind bei zwei Anschlägen zahlreiche Menschen getötet worden. Das Staatsfernsehen spricht von acht, syrische Menschenrechtler von mindestens 20 Toten. Die meisten von ihnen seien Angehörige der Sicherheitskräfte gewesen. Die Sprengsätze gingen vor Gebäuden der Luftwaffe und des Militärsicherheitsdienstes in die Luft. Laut dem Staatsfernsehen griff außerdem eine Gruppe Bewaffneter die Zentralbank in Damaskus an. Einige Oppositionelle machen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad für die Angriffe in Idlib verantwortlich.

Der norwegische Chef der UN-Beobachter, Robert Mood, rief die Konfliktparteien auf, den Friedensplan von Kofi Annan zu befolgen. In Damaskus sagte er: “Ich fordere alle dringend dazu auf sicherzustellen, dass wir eine dauerhafte Waffenruhe haben.”

Unterdessen tauchte erneut ein Amateurvideo auf. Es soll UN-Beobachter zeigen, die in Homs die Bergung eines getöteten Einwohners beobachten. Die Echtheit des Videos konnte nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden. Die eigentlich geltende Waffenruhe erweist sich immer wieder als äußerst brüchig. Laut den UN kamen seit Beginn der Waffenruhe mindestens 500 Menschen in Syrien bei der Gewalt ums Leben.