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Schwarze Konjunkturwolken über Spanien

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Schwarze Konjunkturwolken über Spanien

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Trotz massiver Sparmassnahmen hat Spanien immer schwerer an den Folgen der Krise zu tragen.

Das hoch verschuldete Land sank im ersten Quartal nun auch offiziell in die Rezession. Dazu müssen zwei aufeinanderfolgende Quartale negative Wachstumsraten aufweisen.

Und genau dies war Ende März der Fall: Die Wirtschaft schrumpfte um 0,3 Prozent – wie schon im Schlussquartal 2011. Für das Gesamtjahr rechnet die Regierung mit einem Minus von sogar 1,7 Prozent.

Die Folge ist ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit. Inzwischen ist in Spanien jeder Vierte ohne Beschäftigung. Mit mehr als 24 Prozent ist die Quote doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt.

Eine weitere Baustelle der Regierung ist der marode Bankensektor. Madrid diskutiert nun die Gründung einer “Bad Bank” zur Auslagerung von faulen Krediten. Bis vor kurzem hatten Regierungsvertreter einem solchen Modell noch eine Absage erteilt. Laut Financial Times wird diese Lösung nun aber doch erwogen.

Die Zeit drängt. Standard & Poor’s stufte am Montag die Bonität von elf spanischen Banken herunter.

http://de.euronews.com/2012/04/26/spanien-die-schicksale-hinter-den-arbeitslosenzahlen/