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Bombenanschläge vor der Parlamentswahl in Syrien

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Bombenanschläge vor der Parlamentswahl in Syrien

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Nach den zwei tödlichen Bombenanschlägen am Montag in Syriens Protesthochburg Idlib haben Regimegegner die Führung verdächtigt, dahinter zu stecken. Sie verwiesen auf ein angebliches Geheimpapier aus dem Sicherheitsapparat. Das Staatsfernsehen beschuldigte Terroristen und zeigte ausführlich Schäden und Opfer:

“Ich schlief in meinem Haus, meine Kinder und meine Frau ebenfalls. Und plötzlich hören wir eine starke Explosion. Das ganze Gebäude erzitterte. Meine Frau wurde verletzt, und die Kinder auch. Mein Haus liegt in Trümmern. Ist das die Freiheit, die sie wollen?” klagt ein Verletzter vor der Kamera.

Die Bomben explodierten am Morgen in der Nähe von Geheimdienstgebäuden. Eine weitere Bombe detonierte laut Aktivisten am Nachmittag. Über die -Zahl der Todesopfer gab es unterschiedliche Angaben. Regimegegner sprachen von mehr als zwanzig Toten, die staatliche Nachrichtenagentur von neun.

Die Waffenruhe, die die unbewaffneten UN-Beobachter überwachen sollten, stellt sich nicht ein. Gut dreißig Beobachter wurden inzwischen nach Syrien entsandt. In dem anhaltenden Klima der Gewalt bereitet die syrische Führung die Parlamentswahl in einer Woche vor, für die sich mehrere tausend Kandidaten bewerben.