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Cameron verteidigt sich gegen Vorwürfe um TV-Übernahme

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Cameron verteidigt sich gegen Vorwürfe um TV-Übernahme

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Der Medienmagnat Rupert Murdoch und seine Marionetten in der britischen Regierung – so sehen es die Kritiker von Regierungschef David Cameron.

Gegen diese Vorwürfe hat Cameron sich jetzt erneut
verteidigt – sich und Jeremy Hunt, seinen Minister für Kultur und Medien.

Hunt habe sich an die Verhaltensregeln für Minister gehalten, sagt Cameron im Parlament. Wenn die laufende Untersuchung zur Ethik in den Medien (durch die Levesonkommission) aber etwas anderes
ergebe, dann werde er bei seinem zuständigen Beauftragten Rat suchen oder sofort handeln.

Es geht um die Zeit, als die Murdochs versuchten, die britische Fernsehkette BSkyB zu übernehmen. Das Milliardengeschäft scheiterte letztes Jahr, als der Abhörskandal rund um eine Murdochzeitung bekannt wurde. Das Verhalten der Medien wird inzwischen durch die Levesonkommission untersucht.

Bis dahin war aber Hunt, der zuständige Minister, neu aufgetauchten E-Mails zufolge offenbar ein eifriger Befürworter der BSkyB-Übernahme – und keineswegs ein neutraler Begleiter.

Sein Büro stand demnach schon länger in lebhaftem Kontakt mit dem Murdochkonzern, der so auch vertrauliche Informationen erhielt. Ein enger Mitarbeiter von Hunt ist deshalb schon zurückgetreten. Die Opposition mag aber nicht glauben, dass er bei diesem Riesengeschäft allein gehandelt haben soll, ohne Wissen seines Chefs.

Dazu kommt, dass für die Aufsicht bei diesem Geschäft eigentlich einmal Wirtschaftsminister Vince Cable von den mitregierenden Liberaldemokraten zuständig war – ein Kritiker der Übernahme. Cameron machte später aber Hunt zuständig.