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Sarkozy nutzt Tag der Arbeit zu Angriff auf Sozialisten

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Sarkozy nutzt Tag der Arbeit zu Angriff auf Sozialisten

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Wenigstens die Sonne war Nicolas Sarkozy günstig geneigt. Sein Wahlkampf mag weiterhin nicht den gewünschten Erfolg haben, aber die Massenversammlung seiner Anhänger vor dem Eiffelturm fand in strahlendem Sonnenschein statt.

Der Präsident versuchte, den Aufmarsch zu einer Art Gegenveranstaltung zum Tag der Arbeit zu machen. Die Anhänger seines sozialistischen Herausforderers Francois Hollande hätten sich unter der roten Fahne versammelten, so Sarkozy, er und die seinen jedoch unter der Trikolore der französischen Republik.

“Wir wollen große Projekte für dieses große Land, namens Frankreich”, so Sarkozy weiter. “Wir wollen keine Gleichmacherei, wir wollen keinen Hass, wir wollen keinen Klassenkampf, wir wollen keinen Sozialismus.”

Auf viele seiner Zuhörer machte Sarkozy mit seiner Rede einen positiven Eindruck. “Wenn es ein Programm gibt, das den gegenwärtigen globalen Anforderungen entspricht, dann das von Nicolas Sarkozy”, so einer der Teilnehmer des Aufmarschs. “Francois Hollande ist ein sympathischer, intelligenter, humorvoller Mensch, aber sein Programm ist unter den heutigen Bedingungen ungeeignet.”

Für eine andere Anhängerin Sarkozys ist das Rennen noch nicht entschieden: “Ich vertraue den Umfragen nicht und ich glaube, wir werden in der letzten Minute noch eine Überraschung erleben.”

Der Pariser Korrespondent von Euronews, Giovanni Magi: “Am Vorabend der Fernsehdebatte der beiden Präsidentschaftskandidaten beabsichtigte Sarkozys Wahlkampfteam, mit dieser Versammlung zum 1. Mai eine Trendwende in den Umfragen herbeizuführen.”