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Blinder Dissident verläßt Botschaftsasyl

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Blinder Dissident verläßt Botschaftsasyl

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Der blinde chinesische Bürgerrechtler Chen Guangcheng hat am Mittwoch die amerikanische Botschaft in Peking verlassen. Nach sechs Tagen in der diplomatischen Vertretung begab sich Chen in Begleitung des US-Botschafters zur Behandlung in das Pekinger ChaoYang-Krankenhaus.

“Natürlich hoffe ich, dass er in die USA ausreisen darf. Er braucht gute medizinische Versorgung, auch für seine Familie. Er hat aber oft gesagt, dass er China nicht verlassen will, weil er sich hier vollkommen frei fühlt und es keinen Grund gibt, dass ihm diese Freiheit genommen wird”, sagt Menschenrechtsanwalt Jian TianYong.

Wie aus diplomatischen Kreisen verlautet, kann Chen mit einem sicheren Aufenthaltsort in China rechnen, möglicherweise an einer Universität, um dort zu studieren. Die USA haben von China Zusagen hinsichtlich der Behandlung Chens erhalten.

US-Außenministerin Hillary Clinton, die sich zum vierten strategischen und wirtschaftlichen Dialog zwischen den USA und China in Peking aufhält, zeigte sich von der Übereinkunft erfreut. Die Flucht des Bürgerrechtlers in die US-Botschaft hat die amerikanisch-chinesischen Beziehungen belastet.