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Scharfe Kritik an Boliviens Verstaatlichung von spanischem Unternehmen

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Scharfe Kritik an Boliviens Verstaatlichung von spanischem Unternehmen

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Die EU und Spanien haben die Verstaatlichung der Tochter eines spanischen Stromnetzbetreibers in Bolivien scharf kritisiert. Der Einsatz der Armee gegen das Unternehmen nähre Zweifel am Investitionsklima im Land, hieß es.

Boliviens linkgerichteter Präsident Evo Morales hatte am Dienstag das zum spanischen REE-Konzern gehörende Unternehmen zwangsnationalisieren lassen. Die EU-Kommission forderte von Bolivien inzwischen eine Entschädigung.

Am Rande eines Ministertreffens in Brüssel nahm der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos diese Forderung auf. La Paz habe dies zugesagt, was Madrid sehr genau überwachen werde.

Spanische Medien bezeichneten die Enteignung indes als – so wörtlich – Raub von Eigentum, wodurch Bolivien gegen internationales Recht verstoße. La Paz hatte erklärt, der REE-Konzern habe zu wenig in Bolivien investiert.