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Frankreichs Präsidentschaftswahlkampf gipfelt im Fernsehduell

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Frankreichs Präsidentschaftswahlkampf gipfelt im Fernsehduell

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Mit dem Fernsehduell der beiden Kandidaten ist der Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich praktisch zu Ende gegangen. Fast drei Stunden lang lieferten sich Nicolas Sarkozy und François Hollande einen Schlagabtausch – der konservative Amtsinhaber und der sozialistische Herausforderer.

Im Mittelpunkt standen Wirtschaftsthemen, wie die Frage der umstritten Euroanleihen. Bei den Themen Eurobonds und EZB komme was in Bewegung,
sogar von deutscher Seite – da sei ein neuer Geist, sagt Hollande. Gleich nach der Wahl wolle er darüber neu verhandeln, ebenso wie über Unterstützung für mehr Wachstum, um Arbeitslosigkeit und Schulden zu senken.

Was solle das denn sein, Eurobonds, fragt dagegen Sarkozy – Deutschland und Frankreich zahlten die Schulden der anderen? So verringere man keine Ausgaben, Defizite und Schulden. Für die Schulden würden letztlich Europas stärkste Länder bürgen, Deutschland und Frankreich – das sei unverantwortlich.

Den ersten Wahldurchgang hatte Hollande gewonnen. Vor dem Fernsehduell sahen ihn die Umfragen auch für die Stichwahl am Sonntag vorne.

Die Sendung war Sarkozys letzte Chance, das Blatt noch zu wenden. Sollte Hollande gewinnen, käme siebzehn Jahre nach dem Ende der Amtszeit von François Mitterrand erstmals wieder ein Sozialist an die Macht.