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"Wer ein TV-Duell unterschätzt, ist verrückt"

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"Wer ein TV-Duell unterschätzt, ist verrückt"

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Nach ihrem großen TV-Duell vor einem Millionenpublikum haben die beiden französischen Präsidentschaftsbewerber zwei Radiosendern einen Besuch abgestattet. Diesmal getrennt. Dort ließen der sozialistische Herausforderer Francois Hollande und Amtsinhaber Nicolas Sarkozy wissen, wie sie die Debatte bewerteten.

So sagte Nicolas Sarkozy: “Ich denke, das wird für die Stichwahl noch einmal sehr wichtige Stimmen bringen. Bei der Debatte gab es ein sehr wichtiges Publikum. Wer behauptet, eine solche Debatte, die vor fast 20 Millionen Fernsehzuschauern abläuft, habe keine Bedeutung, ist doch verrückt. Noch nie war der Ausgang einer Wahl so ungewiss.”

Francois Hollande meinte: “Ja, die Debatte wurde hart geführt, sie musste hart sein, aber ohne Beschimpfungen, denn die Franzosen mögen ein solches Klima nicht. Deshalb möchte ich ein Präsident der Versöhnung sein, der Zusammenkunft, einer, der seine Argumente klar und deutlich vorbringt, aber ohne jemanden zu verletzt.”

In der Presse und bei der Bevölkerung hingegen wurde das Duell der Kandidaten zum einen überwiegend als unentschieden gewertet. Zum anderen sorgte die ausgesprochen hitzige und angespannte Stimmung der beiden Präsidentschaftsbewerber für Schlagzeilen.

Der Medien- und Politikexperte Christian Delporte sagte: “Charakteristisch war, dass die ersten zehn Minuten zehn Minuten voller Einschüchterungen waren. Sie haben die Tonlage für die Debatte vorgegeben.”