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Britische Wähler rupfen Camerons Koalition

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Britische Wähler rupfen Camerons Koalition

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Bei den Kommunalwahlen in Grossbritannien hat die konservative Partei von Premierminister David Cameron deutlich Federn gelassen. Auch der liberale Koalitionpartner verlor. Die oppositionelle Labour-Partei legte zu.

Der harte Sparkurs der Regierung hatte seit Mai 2010 Zehntausende Arbeitsplätze gekostet, viele Briten leiden unter Einschnitten bei den Sozialleistungen.

Der britische Premierminister David Cameron:

“Es sind schwierige Zeiten, und es gibt keine einfachen Antworten. Wir müssen harte Entscheidungen treffen, um mit den Schulden fertigzuwerden, die wir geerbt haben. Und wir werden damit weitermachen. Wir müssen das Richtige für unser Land tun.”

Für gut die Hälfte der 181 neu zu besetzenden Kommunalparlamente sind die Stimmen ausgezählt: Den Konservativen bleibt die Macht in 29 Gremien, die Labour-Partei kann sich über 52 freuen.

Ed Miliband, Parteichef der oppositionellen Labour Party:

“Sie haben Großbritannien in eine Rezession gestürzt. Sie haben die Steuern für Millionen von Menschen angehoben, die Millionäre zahlen weniger. Von Carlisle bis Southampton haben die Leute gesagt: Uns passt dieser Regierungskurs nicht. Diese Regierung versprach den Wandel. Und hat alles schlimmer gemacht, nicht besser.”

Nach Medienschätzungen landete Labour insgesamt bei 39 Prozent, Camerons Tories bei 31 Prozent und die Liberalen bei 16 Prozent.

Die Nichtwähler sind der größte Block: mehr als zwei Drittel.

mit Reuters, dpa