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Chen bekräftigt Wunsch nach USA-Reise

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Chen bekräftigt Wunsch nach USA-Reise

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Der chinesiche Bürgerrechtlers Chen Guangcheng hat erneut seinen Wunsch bekräftigt, in die USA ausreisen zu wollen. Das sagte der 40-Jährige während einer US-Kongressanhörung, zu der er telefonisch nach Washington D.C. geschaltet worden war.

Chen wirft den USA vor, ihn allein im Interesse der guten Handelbeziehungen zu China zum Verlassen seines Verstecks in der US-Botschaft in Peking gedrängt zu haben. Dort hatte der Dissident zuvor Zuflucht gesucht. Die Beziehungen zwischen Peking und Washington sind gespannt. Jay Carney, Sprecher des Weißen Hauses, bemüht sich um Diplomatie: “Das Außenministerium steht weiter mit Herrn Chen und mit seiner Frau in Verbindung. Wie Victoria Nuland vom Außenministerium sagte, könnte es sein, dass sich die Meinung seiner Frau zu den Bedürfnissen der Familie noch einmal ändere.”

Chen hält sich nach chinesischen Angaben zur Zeit in einem Pekinger Krankenhaus auf. Noch vor wenigen Tagen hatte er ein Verlassen seines Heimatlandes abgelehnt. Seinen Sinneswandel begründet er mit massivem Druck, dem seine Familie seitens der chinesischen Regierung ausgesetzt sei.