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Osamas Briefe

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Der Al-Kaida-Chef Osama Bin Laden verbrachte die Zeit vor seinem Tod im Jahr 2011 zunehmend zurückgezogen. In seinem Versteck in der pakistanischen Stadt Abbottabad dachte er über neue, noch größere Schläge gegen die westliche Welt nach.

So soll es zumindest in Briefen stehen, die das Terrorismus-Zentrum der US-Militärakademie West Point nun auf 175 Seiten veröffentlicht hat. Die Dokumente sollen bei der Erstürmung des Bin-Laden-Anwesens sichergestellt worden sein. Insgesamt umfasst das Material rund 6000 Seiten.

Bin Laden habe außerdem auf die Ermordung Barack Obamas gehofft. Die Machtübernahme durch Vizepräsident Joe Biden hätte die USA dann – so Bin Ladens Kalkulation – politisch in Chaos gestürzt. Angeblich hat Bin Laden sogar über eine Änderung des Namens Al-Kaida nachgedacht. In seinem Unterschlupf habe er zudem verstärkte amerikanische Drohnenangriffe auf terroristische Ziele in Pakistan befürchtet.

Nach dem Abriß von Bin Ladens Versteck gelten die nun veröffentlichten Dokumente als die maßgeblichen Zeugnisse der letzten Tage des Al-Kaida-Chefs.