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Tote bei Anschlägen in Dagestan

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Tote bei Anschlägen in Dagestan

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Bei einem doppelten Selbstmordanschlag mit Autobomben sind in Machatschkala in der russischen Konfliktregion Nordkaukasus nach Angaben des Zivilschitzministeriums mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Andere Quellen berichten von bis zu 20 Todesopfern. Etwa 90 weitere Menschen seien durch die mit Nägeln gefüllten Sprengkörper mit einer Wucht von je 50 Kilogramm TNT verletzt worden, berichtete ein Sprecher des Ministeriums. Die Behörden haben Ermittlungen über die Hintergründe der Anschläge aufgenommen.

Russlands Innenminister Raschid Nurgalijew beriet per Videoschaltung mit den Behörden in Dagestan über die Lage. Die Bomben waren im Abstand von etwa 20 Minuten in der Nähe eines Polizeipostens detoniert. Im Nordkaukasus streben Islamisten nach einem von Moskau unabhängigen Emirat. Jedes Jahr sterben bei Gewaltexzessen in der Konfliktregion, zu dem auch das einstige Kriegsgebiet Tschetschenien gehört, Hunderte Menschen. Die Europäische Union verurteilte den doppelten Selbstmordanschlag in Dagestan.