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Cameron: London gewonnen, Großbritannien verloren

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Cameron: London gewonnen, Großbritannien verloren

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Bei den Kommunalwahlen in Großbritannien konnten die Konservativen mit Boris Johnson zumindest den Londoner Bürgermeistersessel erneut für sich gewinnen. Denn im Rest des Landes setzten sich die Tories nicht durch. Als Gewinner gilt die Labour Party – außer eben in London, wo Ex-Bürgermeister Ken Livingstone das Nachsehen hatte.

“Von allen Politikern des linken Spektrums waren Sie in der in ihrer langen Amtszeit unter den Kreativsten und Originellsten”, sagte Johnson.
“Und wenn Sie mir nur versprechen sich nicht noch einmal zur Wahl zu stellen, dann freue ich mich sehr auf den vom Steuerzahler finanzierten Drink, den wir noch nicht in unseren Terminkalendern unterbringen konnten.”

Und auch Ken Livingston ließ es sich nicht nehmen, seine Sicht der Dinge zu erörtern: “Ich möchte Boris zu seinem persönlichen Erfolg gratulieren, während Cameron und Osborne die Tories ja eher in Richtung Mißerfolg gezogen haben. Nicht genug, dass Sie, Boris, erneut gewonnen haben. Nein, nun dürfte sich auch die Frage nach der zukünftigen Spitze Ihrer Partei erledigt haben.”

Denn dem aktuellen Tory-Chef David Cameron blieb nach der landesweiten Niederlage seiner Partei nur ein kleinlautes “Sorry”. Und doch waren sich am Freitag die politischen Kommentatoren der Insel einig: Es war keine Abstimmung für die Oppositionspolitik des neuen Labour-Frontmannes Ed Miliband. Es war vielmehr eine Abstrafung der der Koalition aus Konservativen und Liberalen.