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Politikverdrossenheit bei Kommunalwahlen in Italien

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Politikverdrossenheit bei Kommunalwahlen in Italien

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In Italien ist viel Politikverdrossenheit zu spüren. Bei Kommunalwahlen in rund 900 Städten und Gemeinden zeichnete sich eine deutlich geringere Wahlbeteligung ab als bei letztem Mal. 9,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger haben noch bis Montagnachmittag Zeit, ihre Bürgermeister und Gemeinderäte zu bestimmen.

Trotz des lokalen Charakters gilt der Urnengang auch als Test für Mario Monti. Der frühere EU-Kommissar hatte als Chef einer Technokraten-Regierung dem Land eine harte Sparpoltik verpasst.

Ein Test ist die Wahl auch für die Lega Nord, die durch den Skandal um Umberto Bossi in die Schlagzeilen geraten war, der Parteigelder für sich abgezweigt haben soll. Das Mitte-Links-Bündnis hofft ebenso auf Zustimmung wie die Partei des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.

Der Satiriker Beppe Grillo, der mit einem Anti-Establishment-Programm eine politische Karriere starten will, stellt sich ebenfalls zur Wahl. Dazu will er etwa aus dem Euro austreten und Italien den Offenbarungseid erklären lassen. Die nächsten Parlamentswahlen finden im Frühjahr 2013 statt.