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Mutmaßliche Drahtzieher des 11. September schweigen vor Militärgericht

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Mutmaßliche Drahtzieher des 11. September schweigen vor Militärgericht

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Die fünf Angeklagten im Prozess um die Anschläge vom 11. September 2001 schweigen. Vor einem Militärtribunal in Guantánamo weigerten sich Scheich Mohammed sowie die vier weiteren Beschuldigten am ersten Prozesstag am Samstag, auf Fragen zu antworten. Er sei gefoltert worden, hatte Scheich Mohamed im Vorfeld erklärt und er werde deswegen mit dem Richter nicht sprechen.

Auch die Verteidiger der Angeklagten stellten in einer Pressekonferenz nach dem ersten Prozesstag Menschenrechtsverletzungen in den Mittelpunkt: “Sie haben gestern gesehen, dass sich die Angeklagten in friedlicher Weise gegen ein ungerechtes System wehren”, so einer der Anwälte. “Sie stellen die Rechtmäßigkeit des Gerichts durch ihr Schweigen in Frage, sie haben jahrelang unmenschliche Behandlung und Folter aushalten müssen.”

Nur ein ausgewählter Kreis kann das Verfahren verfolgen. Journalisten, Militärs und auch sechs durch ein Losverfahren bestimmte Opferfamilien waren im Gerichtssaal vertreten. US-Präsident Barack Obama hatte das Verfahren nach New York holen wollen, doch dies war letztendlich an Sicherheitsbedenken gescheitert.