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Schicksalwahl begonnen - Griechen entscheiden über ihre Zukunft in Europa

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Schicksalwahl begonnen - Griechen entscheiden über ihre Zukunft in Europa

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In dem von einem Staatsbankrott bedrohten Griechenland haben die Parlamentswahlen begonnen. Knapp zehn Millionen Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, 300 Sitze in der Volksvertretung neu zu besetzen.

Zentrales Thema der Abstimmung ist das umstrittene Sparprogramm. Aufgelegt worden war es von einer Regierung aus Fachleuten unter dem früheren EZB-Vizepräsidenten Lucas Papademos, hier bei der Stimmabgabe.

Die Spar- und Reformpläne bedeuten für viele Griechen massive Einschnitte. Deswegen war es wiederholt zu gewaltsamen Protesten und Ausschreitungen gekommen.

An dem Sparkurs will der Spitzenkandidat der konservativen Nea Dimokratia, Antonis Samaras, festhalten. Ihn sahen letzte Umfragen vorn.

Samaras wie auch sein sozialistischer Rivale, der frühere Finanzminister Evangelos Venizelos, hatten bis zuletzt die Bevölkerung aufgerufen, ihre Stimme pro-europäischen Kandidaten zu geben.

Venizelos hatte als Minister wesentlichen Anteil am Zustandekomme des Sparprogramms, das von den internationalen Geldgebern Athens zur Bedingung für die Rettungshilfen gemacht worden war.