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Keine Mehrheit für Nea Demokratia und PASOK

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Keine Mehrheit für Nea Demokratia und PASOK

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Erwartungsgemäß haben die traditionellen griechischen Parteien bei der Parlamentswahl eine dramatische Niederlage eingesteckt. Das Bündnis der Radikalen Linken (Syriza) schaffte es mit 16,8 Prozent der Stimmen sogar auf den zweiten Platz. Es lehnt die Bedienung der Schulden ab und fordert neue Verhandlungen mit den ausländischen
Geldgebern. “Unsere erste Aufgabe wird sein, das Mandat, das uns das Volk übertragen hat, wahrzunehmen, damit das Land eine Regierung bekommt, die das Rettungsprogramm ablehnt und das Sparprogramm aufgibt”, sagte Syriza-Chef Alexis Tsipras.

Stärkste politische Kraft wird die Nea Dimokratia. Allerdings stimmten nichteinmal 19 Prozent für langjährige konservative Regierungspartei. “Wir sind bereit, die Verantwortung für die Bildung einer Regierung der Nationalen Rettung zu übernehmen. Wir haben zwei spezifische Ziele, zum einen, dass das Land in der Euro-Zone verbleibt, zum anderen, dass das Sparprogramm geändert wird, damit es Wachstum in Griechenland geben kann”, sagte der ND-Vorsitzende Antonis Samaras.

Besonders stark traf der Wählerzorn die sozialdemokratische PASOK. Für den Wahlsieger von 2009,stimmten knapp 13 Prozent.

“Die Möglichkeit einer Regierung der Nationalen Einheit muss überdacht werden. Die Verfassung verlangt dies sowieso. Aber das muss in einem ehrlichen, ernsten Geist rasch erfolgen”, erklärte PASOK-Chef Evangelos Venizelos.

Trotz der 50 Grundmandate, die die stärkste Partei zusätzlich zu den ihr anteilsmäßig zustehenden Sitzen erhält, kommen Nea Dimokratia und PASOK, die beiden Parteien, die sich seit dem Ende der Militärdiktatur an der Regierung abgewechselt haben, nicht auf eine Mehrheit in der neuen Nationalversammlung.