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Kreml feiert neuen Staatschef

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Kreml feiert neuen Staatschef

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Überschattet von Protesten hat Präsident Wladimir Putin zum dritten Mal den Amtseid auf die russische Verfassung abgelegt. Vor zwei Monaten war er nach 2000 und 2004 wieder in das höchste Staatsamt gewählt worden.

Vor tausenden Gästen im Kreml erhielt er die Machtinsignien samt Atomkoffer – das Kommando über das russische Nuklearwaffenarsenal, das zweitgrößte der Welt. “Als Präsident verpflichte ich mich, alles für das Land, für seine Interessen, die Sicherheit und das Wohlergehen der russischen Staatsbürger zu tun – sie sind meine oberste Priorität,” erklärte er zu seinem Amtsantritt.

Wegen einer Verfassungsänderung dauert das Mandat des Präsidenten nun erstmals sechs Jahre – statt wie zuvor vier.

Putin tritt die Nachfolge von Dmitri Medwedew an. In einem umstrittenen Ämtertausch soll dieser neuer Ministerpräsident werden. Die Zustimmung des Parlaments gilt als sicher.

Die etwa einstündige Zeremonie wurde von einem hohen Sicherheitsaufgebot begleitet. Der umstrittene Ämtertausch und Unregelmäßigkeiten bei der Präsidentschaftswahl hatten in den vergangenen fünf Monaten zahlreiche Demonstranten auf die Straße getrieben. 20.000 Menschen waren es allein diesen Sonntag in Moskau. 250 von ihnen nahm die russische Polizei vorläufig fest.