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Griechen: Wahl der Wut, Ergebnis offen

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Griechen: Wahl der Wut, Ergebnis offen

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Das war eine “Wahl des Zornes” so die Athener Zeitung Ethnos über die Abstimmung in Griechenland.
 
Staatspräsident Karolos Papoulias beauftragte den Chef der stärksten Kraft im neuen Parlament mit Sondierungsgesprächen. Antonis Samaras von der konservativen Nea Dimokratia (ND) soll in einer verfahrenen Situation eine Regierung bilden, wieder einmal unter Zeitdruck. Der Knackpunkt ist das rigorose Sparprogramm.
  
Bei der neuen zweitstärksten Partei ist er bereits abgeblitzt.
 
Das Bündnis der Radikalen Linken (Syriza) will keine Staatsschulden mehr begleichen und das Sparpaket mit den ausländischen Geldgebern neu verhandeln.
 
Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis haben die Sparwilligen eine eigene Mehrheit im Parlament um zwei Abgeordnete verfehlt. Nea Dimokratia und die sozialdemokratische Pasok stellen nach dem Wahl-Erdrutsch zusammen nur 149 der 300 Abgeordneten.
 
Und mit den anderen fünf Parteien im neuen Parlament ist die Schnittmenge zum Teil gering.
  
So schafften auch Kommunisten (KKE/8,5 Prozent) und die faschistische “Goldene Morgenröte” (knapp 7 Prozent) zum erstenmal den Sprung in die Volksvertretung.
 
Fest steht: Ende Mai erwarten die internationalen Geldgeber eine handlungsfähige Regierung. Wenn nicht, könnten sie den Geldhahn zudrehen.
 
mit dpa, Reuters, AFP