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Putin zum dritten Mal als Russlands Präsident vereidigt

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Putin zum dritten Mal als Russlands Präsident vereidigt

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Russlands einstiger und neuer Präsident Wladimir Putin hat mit einer prunkvollen Zeremonie zum dritten Mal seinen Amtseid abgelegt. Nach vier Jahren als Regierungschef dauert Putins Amtszeit nach einer Verfassungsänderung nun sechs statt vier Jahre. In einem umstrittenen Ämtertausch soll der bisherige Staatschef Dmitri Medwedew, der als Putins politischer Ziehsohn gilt, an diesem
Dienstag in das untergeordnete Amt des Regierungschefs wechseln.

Zwei Monate nach seiner von Manipulationsvorwürfen überschatteten
Wahl schwor Putin auf die Verfassung. Putin war bereits von 2000 bis 2008 Präsident gewesen. Da die Verfassung nur zwei Amtszeiten in Folge zulässt, hatte der Ex-Geheimdienstchef seit 2008 als Premierminister amtiert. Die etwa einstündige Zeremonie in dem mit Gold, Stuck und Leuchtern verzierten Andrejewski-Saal fand unter beispiellosen
Sicherheitsvorkehrungen statt. Daran nahmen gut
3000 Ehrengäste, darunter Altkanzler Gerhard Schröder und Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow, teil.

Vor dem Kreml wurden unterdessen bei erneuten
Anti-Putin-Protesten etwa 120 Menschen festgenommen. Erst am Sonntag waren bei blutigen Straßenkrawallen mehr als 400 Demonstranten
festgenommen und etwa 80 Menschen verletzt worden. Menschenrechtler warfen der Polizei unkontrollierte Brutalität vor, gaben aber auch radikalen Provokateuren unter den Demonstranten
eine Mitschuld an der Eskalation der Lage.