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Putins wirtschaftliche Herausforderungen

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Putins wirtschaftliche Herausforderungen

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Vladimir Putin ist zum dritten Mal Kremlchef. Sein geostrategisches Ziel ist es, die traditionelle russische Dominanz über die benachbarten Volkswirtschaften wiederherzustellen und den USA weltpolitisch die Stirn zu bieten. Damit dies Aussicht auf Erfolg hat, muss er vor allem Wirtschaft und Finanzen des riesigen Landes wieder auf Vordermann bringen.

Helfen kann ihm dabei der steigende Energiepreis. Der garantiert Moskau einen konstant hohen Einnahmefluss. Der Nachteil ist die zu große Abhängigkeit von Öl und Gas.

Eigentlich müsste die Wirtschaft diversifiziert werden, meint Analystin Maria Lipman vom Carnegie-Zentrum in Moskau. Aber das sei schon zu Putins erster Amtszeit ein Thema gewesen. Inzwischen sei Russland noch abhängiger vom Öl geworden.

Selbst Wirtschaftsberater der Regierung räumen ein, dass dem Land die Gefahr droht, Zeit zu verlieren und die Zukunft zu verspielen. Denn: Nirgendwo steht geschrieben, dass der Ölboom ewig andauert.

An der Moskauer Börse ist durchaus Nervosität zu spüren. Die Kurse kennen zur Zeit nur die Richtung nach unten, der Hauptindex ist auf dem tiefsten Stand seit Mitte Dezember. Investoren machen damit deutlich, dass sie die ersten sein könnten, die das Land verlassen – wenn etwas schiefgeht.