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Syriens Oppositionelle fordern Wahlboykott

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Syriens Oppositionelle fordern Wahlboykott

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Begleitet von Kämpfen haben in Syrien die Wahlen für ein neues Parlament begonnen. Diese hätten bereits im vergangenen Jahr stattfinden sollen, waren wegen der Aufstände jedoch verschoben worden.

Zum ersten Mal sind mehrere Parteien zur Wahl zugelassen. Erstmals ist bei dieser Wahl auch die Vormachtstellung der Baath-Partei abgeschafft. Während sie in Damaskus deshalb als Meilenstein politischer Reformen gefeiert wurde, riefen Oppositionelle zu ihrem Boykott auf.

Die Gewalt in Syrien reißt auch trotz der UN-Präsenz im Land nicht ab. UN-Sprecher Neeraj Singh erklärte: “Die Beobachter werden ihre Mission fortsetzen und weitere Kontrollen durchführen. Sie werden über die Einhaltung der Waffenruhe wachen und haben darüber hinaus alle weiteren Aufgaben militärischer Beobachter.”

Seit ihrer Ankunft in Syrien sollen sich die Proteste gegen die Regierung in Damaskus ausgeweitet haben, das berichten Oppositionelle in den Widerstandshochburgen. UN-Beobachter machten beide – Militär und Aufständische – dafür verantwortlich.

Seit Beginn der Waffenruhe sollen allein mehr als 30 Kinder getötet worden sein.