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Fall Timoschenko sorgt für Protest in der EU

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Fall Timoschenko sorgt für Protest in der EU

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Die inhaftierte ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko will sich vorerst nicht im Krankenhaus behandeln lassen. Sie lehnte den Transport in eine Klinik in Charkow ab. Dort sollte sie von einem deutschen Arzt der Berliner Charité untersucht werden.

Sie wolle sich zunächst mit ihren Anwälten beraten, begründete Timoschenko.

Die frühere ukrainische Regierungschefin ist seit dem 20. April im Hungerstreik, sie protestiert damit gegen ihre Haftbedingungen.

Unterstützt wird sie von ihren Anhängern vor dem Gefängnis. “Die Ukrainer selbst hätten kein Vertrauen in ihre Ärzte,” meint Zinaida Ivanovna. “Denen würde die Diagnose von oben diktiert. Die beste Lösung sei, wenn Timoschenko in Deutschland oder einem anderen Staat behandelt würde.”

Trotz des Dementis aus Kiew bildet sich innerhalb der Europäischen Union Protest. Mehrere mitteleuropäische Politiker sagten nun ihre Teilnahme am Gipfel im ukrainischen Jalta ab, der nun ausfällt.