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Geringe Beteiligung an Kommunalwahlen in Italien

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Geringe Beteiligung an Kommunalwahlen in Italien

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Der Komiker und Populist Beppe Grillo hat bei der ersten Runde der Kommunalwahlen in Italien erstaunlich gut abgeschnitten. Er war mit einer Anti-Politik-Kampagne gegen die etablierten Parteien und gegen das harte Sparkonzept der Regierung
von Ministerpräsident Mario Monti angetreten. Grillos “Fünf-Sterne-Bewegung” kam in Genua, der
Heimatstadt Grillos, und in Parma jeweils auf jeweils zweistellige Ergebnisse. Ansonsten blieben politikverdrossene Italiener der Abstimmung scharenweise fern. Bei dem ersten Test auch für die Übergangsregierung von Monti sank die Beteiligung im Vergleich zur letzten Wahl von 73,7 auf 66,9 Prozent.

Der Chef der Monti-nahen Mitte-Links-Partei, Pier Luigi Bersani, sagte, wenn es wahr wäre, was viele sagten, nämlich dass alle Parteien, die Monti unterstützten, verloren hätten, wisse er nicht, warum es am Tag danach noch eine Regierung Monti geben sollte. Das sei aber nicht so, und er unterstütze weiterhin die Regierung von Monti. Selbst in schweren Zeiten habe man nicht verloren, er hoffe lediglich, dass Monti ein wenig mehr auf seine Partei höre. Die Kommunalwahlen galten auch als Testlauf für die Stimmung in dem hoch verschuldeten und in ein Sparkorsett gezwungenen Land. Im Frühjahr 2013 stehen reguläre nationale Parlamentswahlen in Italien an.